„Legal Highs“ werden als Alternative zu herkömmlichen illegalen Drogen angeboten und als „Herbal Highs“, „Partypillen“ oder „Material für die chemische Forschung“ vertrieben.

Viele Substanzen enthalten synthetische Cannabinoide, die mit dem Cannabis-Wirkstoff THC verwandt sind. Oft sind sie allerdings weitaus höher konzentriert. Einige sind zwar noch nicht in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen worden, aber für sie gelten die Rechtsvorschriften zu Arzneimitteln oder zur Lebensmittelsicherheit. Es gibt kaum Erkenntnisse über gesundheitliche Risiken und Langzeitwirkungen. Nur wenige Studien haben sich bisher damit befasst. Ebenso wenig gibt es wissenschaftliche Untersuchungen darüber, wie verbreitet die Substanzen sind.

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) zieht Rückschlüsse aus den identifizierten neuen Substanzen und aus der Zahl an Online-Shops, über die „Legal Highs“ vertrieben werden. „Die Stoffe sind nicht immer gefährlich, aber sehr viele haben das Potenzial, schwere gesundheitliche Schäden anzurichten“, sagte Roumen Sedefov von der EBDD in Lissabon.