Einmal mit dem Camping-Bus die Seidenstraße entlang fahren, 9000 Kilometer, von der Schweiz über Italien und Griechenland, durch den Iran und Indien bis zum Himalaja – das ist der Traum der beiden Schweizer Daniela Widmer und David Och. Ostern 2011 ist es dann soweit. Das Paar besorgt sich die nötigen Visa und arrangiert Geleitschutz für die Gefahrenzonen, die sie auf ihrer Reise zwangsläufig durchqueren müssen. Och kündigt seinen Job als Polizist, Widmer nimmt sich eine dreimonatige Auszeit von ihrer Stelle im Hotel.

Die Reise verläuft gut, doch auf ihrer Rückreise im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan nimmt ihr Trip ein abruptes Ende. Taliban-Rebellen nehmen sie als Geiseln und verschleppen sie ins Gebirge. Sie fordern Lösegeld und drohen, sie umzubringen. Achteinhalb Monate harren Och und Widmer in ihrem Gefängnis aus.