Tee wird streng kontrolliert. Und trotzdem ist er oft mit Schadstoffen belastet. Aber wie entstehen sie – und vor allem: Wie schädlich sind sie? Beispiel Anthrachinon. Es entsteht beim Rösten der Teeblätter. Der Stoff kann in schwarzen Tees vorkommen, von der WHO wurde er als krebserregend eingestuft. Was skurril erscheinen mag: In Kräutertees gelten Anthrachinone trotz der Warnungen der WHO als wichtige Inhaltsstoffe, denn sie wirken als Abführmittel. In Genusstees ein Gift, im Kräutertee gesund?
Tee ist nicht gleich Tee
Was kaum jemand weiß: Es kommt ganz drauf an, wo man den Tee kauft. Tee aus der Apotheke unterliegt dem Arzneimittelrecht – die Grenzwerte für Schadstoffe werden deshalb besonders streng eingehalten. Beim Kamillentee aus dem Supermarkt gilt hingegen das weniger strenge Lebensmittelrecht. Hinzu kommt: Der Supermarkt-Tee mag stark nach Kamille schmecken. Ob er jedoch auch genug Wirkstoffe enthält, um tatsächlich entzündungshemmend zu wirken, weiß man nicht. Heißt also: Wenn Tee helfen soll, besser in der Apotheke kaufen. Für den Genuss reicht der aus dem Supermarkt.