Porträts

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Porträts2017-07-20T17:42:22+00:00

Project Description

DER GATREN EDEN DER SAHARA

Der DFG Communicator Preisträger  2017 – Dr. Stefan Kröpelin:

Mit über sechzig Expeditionen in die Sahara gilt Stefan Kröpelin als ausgewiesener Experte und Kenner dieser Region. Er untersucht im Rahmen des DFG-geförderten Sonderforschungsbereiches „Unser Weg nach Europa“ auf welchem Weg und unter welchen klimatischen Bedingungen der Homo Sapiens vor über 100.000 Jahren aus der Subsahara nach Europa kam.

Seit Beginn seiner wissenschaftlichen Arbeit macht Stefan Kröpelin die Erkenntnisse aus seiner Forschungsarbeit auch für ein breites Publikum zugänglich.An zahlreichen Ausstellungen zu Klima- und Naturschutzthemen im In- und Ausland hat er mit Forschungsergebnissen, Exponaten und Filmen mitgewirkt. Leserinnen und Leser populärer Magazine wie GEO kennen ihn durch seine Berichte über Expeditionen in die Wüste. In der Öffentlichkeit besonders bekannt geworden ist er vor allem durch eine Vielzahl an Fernsehdokumentationen, bei denen Kröpelin nicht nur mitgewirkt hat, sondern oft auch für Idee und Konzeption verantwortlich war und immer wieder auch selbst durch die Sendung führte. So hat er auch die Expedition zur ersten Fernsehdokumentation über zuvor noch nie von Filmteams betretene Regionen der Sahara gestaltet und geleitet. Sein Publikum findet Stefan Kröpelin aber auch im Radio, in Online-Auftritten oder im Kinderfernsehen und bei zahlreichen Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wo er mit den Menschen über seine Arbeit spricht.

VATER COURAGE

Der DFG Communicator Preisträger  2016 – Prof Andeas Zick:

Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Zick mit der Frage, wie es in einer Gesellschaft zu Konflikten und Gewaltausbrüchen kommt. Genauso lange klärt er die Öffentlichkeit darüber auf, wie Vorurteile, Rassismus und Rechtsextremismus entstehen – und liefert mit seinen Forschungsergebnissen die Grundlage für Präventionsstrategien.

Es ist also keine Überraschung, dass Andreas Zick Leiter des Bielefelder Instituts für Gewalt- und Konfliktforschung (IKG)  2106 den Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft bekommt. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis zeichnet Wissenschaftler für die Vermittlung ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit aus. Stifterverband nennen Zicks Arbeit ein „ausgezeichnetes Beispiel für die Kommunikation wissenschaftlicher Expertise“ und würdigen sein persönliches Engagement für die Demokratie.

„Das Land heizt sich auf“, sagt Zick.  In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat sich die Gesellschaft radikalisiert. Gleich mehrere Studien aus Bielefeld zeigen, wie rechtspopulistische Meinungen in neue Milieus eingedrungen sind. Einfache Lösungen? Gibt es nicht. Sie würden auch nicht zu dem Mann passen, der bei aller Fernsehtauglichkeit in seinen Aussagen immer Wert auf Präzision liegt. Vereinfachungen sind seine Sache nicht.

LEIDEN LINDERN – LEBEN GESTALTEN

Der DFG Communicator Preisträger  2015 – Prof. Boris Zernikow

Der Kinderarzt Boris Zernikow will Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Schmerzen zu ertragen und ihnen die Angst vor einer Therapie und Palliativversorgung nehmen. Er nutzt dafür unter anderem das Internet und Zeichentrickfilme. Mit Erfolg – für sein Engagement und ungewöhnlichen Ideen zeichnet ihn 2015  die Deutsche Forschungsgemeinschaft  mit dem Communicator-Preises aus.

Arzt wollte er nie werden. Ärzte, dachte Boris Zernikow, sind spießig und fahren Cabrio. Wer wirklich etwas bewegen wolle, müsse Umweltschützer sein und gegen Atomkraftwerke kämpfen. Heute ist er Chefarzt, trägt ein weißes Hemd zur Jeans und verfügt über diese beruhigende Ausstrahlung, die man sich von jedem Arzt wünscht. In Datteln, in der Nähe von Dortmund, leitet er das deutsche Kinderschmerzzentrum und ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke. „Ich bin da so reingerutscht“, sagt der 50jährige; er sei einfach an seiner ehemaligen Zivildienststelle hängen geblieben, der Kinderklinik in Datteln, und habe dann das gemacht, was sonst keiner getan habe: sich mit den Schmerzen beschäftigt, deren Ursache man nicht sehen könne.

TANZ DER ELEKTRONEN

Der DFG – Leibnitz Preisträger Stefan Grimme

Er macht das Unsichtbare sichtbar – und seine Modelle zur Darstellung von Molekülen sind weltweit Standard. 2015 bekommt deshalb der Chemiker Stefan Grimme den Leibniz-Preis.  Der Preisträger über Ideen, die ihm den Schlaf rauben.

HEUSCHRECKEN FÜR’S HIRN

Die Mathematiker und Neurobiologin Silvia Gruhn

Sie hat im Computer sowohl den Blutfluss im menschlichen Gehirn modelliert als auch die Laufbewegungen von Insekten – und beides will sie nutzen, um Schlaganfallpatienten zu helfen. Die Laufbewegungen sind ähnlich komplex wie die Ableitung von Gehirnsignalen aus 64 Elektroden.

EINE WÄHRUNG FÜR ALLE

Der  Banker  Edgar Most

Edgar Most war im Sozialismus Vizepräsident der Staatsbank der DDR. Nach der Wende gründete er die Deutsche Kreditbank, wechselte ein wenig später zur Deutschen Bank und stieg in den Vorstand auf. Sie ist davon überzeugt,  dass man die aktuellen Finanzkrisen nur mit einer einheitlichen Weltwährung lösen kann.

MUTTER – EIN PFLEGEFALL

Cerstin Hoffmann im Porträt

Nach dem Schlaganfall war nichts mehr so wie vorher. Irmgard Weinbrenners Körper ist seitdem linksseitig gelähmt. Sie ist ans Bett gefesselt. Ihre Tochter will sie nicht Fremden überlassen und übernimmt selbst die Pflege.